Haba Herbstneuheiten in der Spielwiese

Geschrieben am 16.09.2016, 13:22 Uhr

Die Blogs berichten ja schon seit ein paar Tagen und auch Cron hat sie schon in einem Video vorgestellt, aber spielbar waren sie bisher nicht. Das ändert sich jetzt, zumindest für einen Teil der Neuheiten. HABA hat nämlich auch mir Handmuster geschickt, die ich euch in der Spielwiese zur Verfügung stellen darf.

Konkret handelt es sich um Lady Richmond, einem spaßigen Biet- und Mogelspiel von Tim Rogasch und um Picassimo, einem Malspiel mit Twist von Carlo A. Rossi. Bei beiden Spielen ist das Spielmaterial schon final, lediglich die Schachtel und die Spielregel sind noch nicht fertig produziert. Die Spiele sind seit heute hier in der Ludothek und freuen sich darauf von euch gespielt zu werden.

Haba Herbstneuheiten

Haba Herbstneuheiten

Öffnungszeiten während der Berliner Sommerferien

Geschrieben am 07.07.2016, 17:35 Uhr

Wie im Sommer üblich bleibt der Sonntag noch bis zum Herbst geschlossen. Zusätzlich bleibt bis einschließlich 22. September auch der Donnerstag geschlossen.

Vom 23. August bis zum 4. September bleibt die Spielwiese dann komplett geschlossen.
Folgende Öffnungszeiten gelten somit ab dem 11. Juli:

  • Montag: 17:00 – 24:00 Uhr
  • Dienstag: Geschlossen
  • Mittwoch: Geschlossen
  • Donnerstag: Geschlossen
  • Freitag: 17:00 – 24:00 Uhr
  • Samstag: 15:00 – 24:00 Uhr
  • Sonntag: Geschlossen

Am Freitag, den 15: Juli kann die Spielwiese ebenfalls wegen einer Veranstaltung erst um 20 Uhr öffnen.

Stone Age Junior ist das Kinderspiel der Jahres 2016

Geschrieben am 21.06.2016, 17:47 Uhr

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Schon im Februar beginnt in den Foren die Diskussion über die möglichen Kandidaten für die verschiedenen Spiel-des-Jahres Kategorien und die Unfähigkeit der Jury, sein persönliches Lieblingsspiel auf die Liste zu setzen, wenn die Nominierungen dann im Mai alle veröffentlicht wurden. Die wenigsten Forenschreiber lassen ein gutes Haar an der Jury und hätten wohl selbst alles viel besser gemacht. Kurz gesagt, in dieser Zeit mutiert die Spielerschaft nicht zum Bundestrainer, wie gerade jetzt mal wieder, sondern zum perfekten Jury Mitglied. Seit Jahren beobachte ich dies kopfschüttelnd, da ich der Meinung bin, dass diejenigen, die sich am lautesten hierzu äußern so wenig Zielgruppe dieses Preises sind, wie es nur geht. Die laute Minderheit der Vielspieler versucht sich darin, zu bestimmen, was dem Gelegenheitsspieler und der Durchschnittsfamilie zu gefallen hat. Und was passiert dann dieses Jahr? Ich tappe selbst in diese Falle.
Als im Mai die Nominierungslisten veröffentlicht wurden, war ich wieder einmal begeistert von der Auswahl der Spiele. Sowohl der nominierten, als auch der empfohlenen. Bei jedem einzelnen Spiel konnte ich nachvollziehen, warum es nominiert, oder nur empfohlen war. Bei der Liste für das Kinderspiel war ich besonders erfreut, weil mein absoluter Favorit des diesjährigen Jahrgangs mit nominiert war: Leo muss zum Friseur. Dieses Spiel hat sich nicht nur zu meinem Favoriten entwickelt, es wird auch hier in der Spielwiese außerordentlich gut wahrgenommen und ist das meist gespielte Spiel dieses Jahrgangs. Von daher war für mich absolut klar, dass es den Preis gewinnen wird.

In meinen Gesprächen mit anderen hat sich dieses Gefühl noch gefestigt, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass nicht nur ich dies so sehe. In meinen Gesprächen in Hamburg, gestern kurz vor Beginn der Preisverleihung habe ich selbst Jurymitgliedern gesagt, dass ich sprichwörtlich einen Besen fresse, wenn es Leo nicht wird. Als  dann in der Pressekonferenz das Siegerspiel verkündet wurde, hatte ich den Gratulationstweet für Abacus und Leo Colovini (Verlag und Autor) schon vorformuliert und dachte ich muss nur noch auf senden drücken, wurde dann aber eines besseren belehrt.

Ich war wirklich kurz geschockt, dass ich so daneben lag. Dieser Schock hat sich aber in den Gesprächen danach in Verständnis für die Entscheidung verwandelt. Sowohl die anwesenden Kinder, als auch die Mitglieder der Kinderspiel Jury berichteten gleichermaßen davon, dass die beiden kooperativen Spiele bei den Kindern weniger gut ankamen als das Spiel gegeneinander. Somit hat wieder ein klassisches Spiel gewonnen. Meine Fehleinschätzung rührt wahrscheinlich daher, dass ich selbst „nur“ drei Mal den Leo mit Kindern, ansonsten sicher mehr als 20 Mal Erwachsenen gespielt habe und es schon in Nürnberg, als ich das Spiel im Januar zumersten mal sah, weniger als Kinderpiel, sondern als perfektes Familienspiel wahrgenommen und eher auf der roten Liste gesehen habe. Ich muss außerdem Guido im Nachhinein durchaus Recht geben, wenn er in seiner Nachbetrachtung zur Preisverleihung schreibt, dass Kinder, sobald sie Leo erfolgreich zum Friseur gebracht haben, das Spiel als gelöstes Rätsel betrachten. Erwachsene haben dagegen immer wieder Lust dieses Spiel zu spielen. Matthias von den Bretterwissern hat auch schon dazu einen schönen Text geschrieben, dem ich ohne Abstriche zustimmen kann http://bretterwisser.de/darkpact-die-blase-ist-geplatzt/.

Und so bewahrheitet sich das Sprichwort einmal wieder, dass man erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren soll, bevor man andere kritisiert: Meine Beobachtungen fanden nicht in der Zielgruppe statt, trotzdem habe ich mir eingebildet, vorherzusagen, was Kinderspiel des Jahres werden wird. Ich werde ab jetzt besser darauf achten.
Trotzdem bin ich nicht wirklich enttäuscht: Die Jury hat wieder alles richtig gemacht und alle nominierten Spiele hätten den Preis verdient. Ich gratuliere Marco Teubner und Hans im Glück zur Auszeichnung, das beste Spiel für Kinder hat gewonnen. (Aber Leo macht den Eltern auch alleine Spaß. Das musste jetzt noch sein 🙂 )
Zur Veranstaltung selbst vielleicht auch  noch ein Wort: Die Preisverleihung zum Kinderspiel des Jahres fand wie jedes Jahr im Hotel Atlantic in Hamburg statt. Ebenfalls wie jedes Jahr wurden die Spiele von Patenkindern vorgestellt, die danach noch für die Presse auch für Fragen und Fotos zur Verfügung standen. Bei der Frage, ob die Spiele denn nur zur Vorbereitung zur Preisverleihung gespielt wurden, meinten die Kinder, dass diese auch in den Brettspiel AGs, die es wohl in jeder Schule gäbe eingesetzt werden würden. Warum gibt es so etwas in diesem Umfang nur in Hamburg?
Die Anwesenheit der Kinder und die einzelne Vorstellung der Jury Mitglieder lockert die ansonsten trockene Veranstaltung schon sehr auf. Eine solche Lockerheit würde auch der Pressekonferenz zum Haupt- und zum Kennerpreis in Berlin gut zu Gesicht stehen, allerdings möchte ich mir nicht vorstellen, wie ein „Kenner“ als Pate auf der Bühne „sein“ Spiel präsentiert.